„Der Wald lebt!“ Der Waldtag 2019 am Steigerwald-Zentrum stand ganz im Zeichen von Biodiversität und Artenvielfalt. Enorm vielfältig war auch das Angebot rund um das Waldinformations- und -erlebniszentrum in Handthal bei Oberschwarzach:

Man konnte eintauchen in die geheimnisvolle Welt der Bodenlebewesen, die um das Fünfzigfache vergrößert und gespenstisch illuminiert in einer Höhle lauerten. Lebendige Amphibien, Feuersalamander, Gelbbauchunken, Kammmolch, waren neben beeindruckenden Präparaten von Schwarzstorch, Wildkatze und Biber zu bewundern. Lange Schlangen gab es bei der Kletterstation, bei der vor allem Kinder, gut gesichert, den Eichhörnchen nacheiferten.

Zu Bienen, Fledermäusen, Spechten, zu einfach allem, was kreucht und fleucht, konnten die etwa 2000 Besucher des Waldtages an über 30 Stationen Neues erfahren und vieles selber ausprobieren, ob unter dem Mikroskop oder mit Experimenten. Auch die Bäume selber als Lebewesen mit ihrem raffinierten Wasserversorgungssystem und der für beide fruchtbaren Kooperation mit den Pilzen kamen nicht zu kurz.

Auf der Wiese vor dem Zentrum lockten eine erstaunlich filigran schnitzende Motorsägenkünstlerin, Bastelstationen und leckeres Stockbrot vom Lagerfeuer. Im Zentrum selber gab mit es „Fräulein Brehms Tierleben“ kurze Stücke zu bedrohten Arten, eindrucksvoll vorgetragen von einer Theaterschauspielerin: Wildbienen, Wildkatze und sogar der Wolf wurden dort lebendig.

Nicht nur Holzfee Antonia I. aus Scheinfeld und Weinprinzessin Franziska I. aus Handthal waren begeistert von der Vielfalt des Angebotes. Auch Stephan Thierfelder vom Amt für Landwirtschaft und Forsten, der den Waldtag eröffnete, und Oskar Ebert, vom Trägerverein waren beeindruckt von der gelungenen Verbindung von Unterhaltung und Wissensvermittlung. Selbst der kräftige Gewitterschauer, der am Nachmittag viele Besucher noch im Wald erwischte, konnte den insgesamt überaus positiven Eindruck von dieser Walderlebnisveranstaltung dann nicht mehr wirklich trüben.